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Hilfe für todkranke Kinder

SKF Essen-Mitte trägt die Beratungsstelle des KinderPalliativNetzwerks Essen

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Das "KinderPalliativNetzwerk Essen" hat offiziell am 01.09.2006 mit seiner Arbeit begonnen. Das teilte der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) Essen-Mitte e.V., jetzt mit. Der SKF finanziert für die Kooperationsgemeinschaft aus unter anderem Essener Kinderkliniken, Kinderärzten, Pflegediensten und Caritas die zentrale Beratungsstelle. Ziel des Netzwerkes ist es, Eltern, die ein unheilbar krankes Kind haben, Beratung und Hilfe aus einer Hand gebündelt zugänglich zu machen. Einzugsbereich des Netzwerkes ist die Region um Essen. Das laut SKF "in NRW einmalige Hilfsangebot", sucht zur Verbesserung seiner Arbeit noch Spender und ehrenamtliche Mitarbeiter.

"Was wir wollen, ist zu verknüpfen." Maria Bünk ist Koordinatorin für das KinderPalliativNetzwerk Essen, sie sitzt beim SKF am Knotenpunkt und der primären Anlaufstelle des Hilfsangebotes. Durch dieses Angebot aus einer Hand soll für Familien mit Kindern, die an einer zum Tode führenden Krankheit leiden, der Weg zu allen möglichen Hilfestellungen vereinfacht werden. Bei einer Anfrage in der Beratungsstelle gehen Fachkräfte auf die speziellen Bedürfnisse jedes Falles ein und vermitteln die gewünschte und benötigte medizinische und psychosoziale Hilfe, aber auch Trauerbegleitung, ambulante Pflege oder den Kontakt zu Selbsthilfegruppen, so Bünk. Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem die Kinderklinik im Universitätsklinikum, die Kinderklinik des Elisabethkrankenhauses, der Caritasverband Essen, niedergelassene Kinderärzte und Krankenpflegedienste. Seit Anfang September hat das Netzwerk offiziell die Arbeit aufgenommen, ein erster Fall wird bereits betreut.

"In dieser Form - mit dem Schwerpunkt auf palliativer Versorgung - ist das Angebot einmalig in NRW", sagt Bünk und vergleicht die Beratungsstelle mit einem Server im Netzwerk, "an dem sich alles bündelt und dann wieder verstreut wird." Hier finden nicht nur Hilfesuchende den entscheidenden Anlaufpunkt, auch die Arbeit aller Kooperationspartner wird hier koordiniert, um Hilfsbedürftigen ein möglichst umfassendes und ganzheitliches Angebot machen zu können: Tragende Säulen sind die medizinische, psychosoziale und seelsorgerische Betreuung. So finanziert der SKF, weitgehend aus Eigenmitteln, mehrere Fachkräfte für das Netzwerk: neben Maria Bünk die Trauerbegleiterin Elisabeth Sobek-Franz, die Pflegewissenschaftlerin Julia Koch und Wilma Neuwirth, deren Aufgabe die Koordination der ehrenamtlichen Helfer ist. Letztere sind unverzichtbar: Die Ehrenamtlichen sollen durch Einsatz von der Hilfe im Haushalt bis zur seelsorgerischen Betreuung eine Entlastung der betroffenen Familien vor Ort sicherstellen. Derzeit gibt es bereits 15 Freiwillige, die an einem speziellen Vorbereitungskurs für die Arbeit innerhalb des Netzwerks teilnehmen werden. "Wir brauchen aber weitere Helfer - vor allem auch solche, die mehrsprachig sind oder einen anderen kulturellen Hintergrund haben", sagt Neuwirth. Das Wissen um kulturelle Eigenheiten und Sprachkenntnisse seien speziell in der schweren Situation, in der Familien die Hilfe des KinderPalliativNetzwerkes in Anspruch nähmen, unbezahlbar: "Besonders Türkisch und Russisch, aber auch Arabisch stehen derzeit auf unserer Wunschliste - das ist nicht nur für die betreuten Familien, sondern auch für unsere Kooperationspartner wichtig."

Die Beratungsstelle ist Schaltzentrale für den Einsatz des Hilfsangebotes für die gesamte Region, "in einem sinnvollen Rahmen um Essen herum werden wir helfen", betonen die Mitarbeiterinnen. Derzeit finanziert der SKF Essen Mitte e.V. sie weitgehend aus eigenen Mitteln; nur die Stiftung des Landes NRW für Wohlfahrtspflege übernimmt als Anschubfinanzierung eine halbe Stelle, auch ist Hilfe bei der "Aktion Mensch" angefragt. SKF-Geschäftsführerin Rosemarie Engels verweist aber auch auf die Bedeutung von Spenden: "Bekanntlich wird solche Arbeit nicht angemessen von öffentlichen Stellen finanziert." Zum Jahresende soll ein Förderverein die Arbeit aufnehmen, designierter Vorsitzender ist der Generalvikar des Bistums Essen, Dr. Hans-Werner Thönnes.

Den Anstoß gab die Ausrichtung des SKF Essen-Mitte, der einen Schwerpunkt seiner Arbeit bei Initiativen für junge Menschen hat: "Der Diözesancaritasverband hat bei uns angefragt, ob wir mit unseren Erfahrungen uns zutrauen, diese Beratungsstelle aufzubauen", sagt Maria Bünk, "wir haben dann gemeinsam mit den Kooperationspartnern versucht, alle verschiedenen Angebote für betroffene Familien zu verbinden und die Kooperationen zu schärfen, damit die Hilfen für die Familien sich verbessern." Überwiegend könne dies geschehen durch die Verknüpfung bestehender Angebote: "Wo noch kein Angebot existiert, versuchen wir die Lücke zu füllen. Und das wäre ohne die Zusammenarbeit dieses Netzwerkes für Essen nicht möglich." (vvh)

Flyer zum Download: Flyer KinderPalliativNetzwerks Essen (PDF, 19 kB)

Handzettel zum Download:Handzettel KinderPalliativNetzwerks Essen (PDF, 24 kB)

weitere Infos finden Sie auf: www.skf-essen.de


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Quelle:
www.katholische-kirche-essen.de
Stand 03.Oktober 2006