Pfarrcaritas  

Pfarrcaritas

St. Maria Immaculata


Am 03.Februar 2007 fusionierten die
  Caritas St. Dionysius
und die
  Caritas St. Maria Immaculata
zur

Caritas-Konferenz (CKD) Essen-Borbeck-Mitte




Caritas geht alle an!

Not sehen und handeln

Deine Mahnungen sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich so lebe ich
(Psalm 119,137-144)

Leben, aufleben, aufatmen, sich des Lebens freuen, das Leben meistern - wer will das nicht?

Doch allzu oft kommt uns die Freude am Leben abhanden, gehen wir müde und wie tot durch unsere Tage. Und dann fragen wir uns: Wo finden wir wirkliches, echtes Leben, Leben, das sich lohnt, Leben voller Tiefe, voller Weite, voller Verheißung? "Unterweise mich", so bittet der Mann aus dem Alten Testament seinen und unseren Gott, "unterweise mich, so lebe ich." Wir brauchen Anleitung zu einem erfüllten Leben. Gott hat uns unser Leben gegeben, er weiß, wie wir es führen müssen, damit es gelingt, damit wir Freude daran haben. Und er sagt es uns in seinem Wort, in seinen Geboten. Die sind "gerecht in Ewigkeit". Sie zeigen uns, wo wir ungerecht handeln, wo wir die richtige Richtung verlieren und das Leben verspielen. Gott nicht aus den Augen verlieren, seine väterliche Fürsorge zur Kenntnis nehmen, mit ihm rechnen Tag für Tag und den Nächsten, den Menschen, der uns begegnet, achten, auf ihn hören, ihm beistehen, sich an ihm freuen, das sind Gottes Hinweise für ein gelingendes Leben.

Mahnungen

Ich fahre auf der Autobahn. Der Fahrer im Auto hinter mir läßt das Fernlicht aufblinken, überholt mein Auto, schneidet es und fährt auf die rechte Fahrbahn. Beim Überholen sehe ich, wie der Mann energisch den Kopf schüttelt. Ich zucke zusammen. Was habe ich falsch gemacht?

Richtig, auch wenn die Autobahn dreispurig ist, ich hätte nicht auf der Mittelspur, sondern rechts fahren sollen. Trotzdem bin ich ärgerlich. "Diese Besserwisserei", denke ich, "diese Belehrung von oben herab: 'Ich weiß, wie man Auto fährt, du mußt es offensichtlich noch lernen!'" Aber dann muß ich denken, dass ich oft nicht anders handele. Es macht irgendwie Spaß, mahnend den Finger zu erheben und dem anderen zu zeigen, wo's langgeht.

Gottes Mahnungen sind da ganz anderer Art. Jede von ihnen beginnt mit dem Vorspruch: "Ich bin der Herr, dein Gott", der Herr, der dich lieb hat, der Herr, der dich in die Freiheit führt, dein Gott, der will, dass du das Leben findest, wirkliches, lebenswertes Leben. Wer das verstanden hat, der wird nicht ärgerlich, wenn Gott sagt: "Du sollst". Der freut sich, dass er Gott so viel wert ist, dass er ihm den Weg zum Leben zeigt.

Gott weiß viel tausend Weisen.....

Er hat für jeden einzelnen von uns seinen speziellen Weg in seiner konkreten Lebenssituation und seinem Lebensumfeld. Er führt uns und zeigt uns die Richtung, wie wir leben und handeln sollen. Doch wir haben unsere eigenen Vorstellungen und Idole.

Was gehen mich die anderen an? Caritas? Was ist das denn? Was geht mich denn die Caritas an? Ich habe mit meinem eigenen Kram, meinen Sorgen und Nöten gerade genug zu tun. Die anderen sollen doch sehen wie sie selbst fertig werden!

Caritas bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt:

hoher Preis, Teuerung

aber auch

Hochachtung, Hochschätzung, Liebe.

Caritas ist die geistliche Liebe im Christentum, die christliche Nächstenliebe.

Begriffe, die heute im alltäglichen Leben nicht hoch im Kurs stehen und von vielen weder geschätzt noch richtig verstanden werden.

Du mußt cool auftreten. Du mußt eiskalt und gnadenlos - ohne Rücksicht auf irgendjemanden oder irgendetwas - deine Karriere verfolgen. Schwäche, Menschlichkeit, Anteilnahme, Verständnis sind da nur hinderlich und völlig fehl am Platz. Der Gewinn, der Erfolg müssen stimmen. Dann hast du Macht, dann bist du wer.

Sieht die Liebe das auch so?

Wenn ich jemanden liebe, ihm vertraue, ihn schätze und respektiere, interessiert mich dann in erster Linie sein Ansehen, seine Stellung und sein Besitz, oder lege ich andere Wertmaßstäbe an, um glücklich zu sein? Glücklich, zufrieden oder selig ist nicht unbedingt, der, der mit materiellen Gütern gesegnet ist. Liebe schaut nicht auf das Geld, den Reichtum oder die excellente berufliche Position, sondern auf die Gefühle des anderen und seine Einstellung zu sich und seiner Umwelt.

Auf einmal sind nicht mehr mein "Ich" und meine Wünsche das Wichtigste, sondern der andere, das "Du", der Geliebte. Ich wünsche, dass es ihm gutgeht und er sich zufrieden und glücklich fühlt. Dafür bin ich auch bereit mich einzusetzen, aktiv zu werden, meine Gewohnheiten und meinen Terminkalender zu ändern.

Liebe macht erfinderisch,
verschenkt sich,
sie gibt Kraft und Mut
sie setzt etwas in Bewegung,
sie wird durch Taten lebendig.

Wer liebt, setzt sich ein, verschenkt Zeit und Kraft für andere, fragt nicht nach dem eigenen Vorteil, sondern danach "Was kann ich dafür tun, dazu beitragen?"

Denn nur, wenn ich, wenn der einzelne handelt, kann sich in meiner Umgebung etwas verändern.

Nimm den anderen an mit seinen Schwächen und Fehlern, seinen Ecken und Kanten, seinen Eigenheiten und Fähigkeiten und laß ihn spüren:

Du hast Würde. Du bist einzigartig. Du bist wertvoll und wichtig, so wie du bist mit deinen Talenten und Defiziten.

Ich brauche nur Mensch zu sein und bereit, ein Stückchen von mir zu verschenken. Wenn ich mir treu bleibe und auch gegen Widerstände zu meiner Überzeugung stehe, bleibe ich glaubwürdig. Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen und die Basis, dass der andere, das "Du" bereit wird sich auch zu öffnen und aus sich herauszukommen und den Schutzpanzer, die Fassade oder Maske abzulegen.

Dieses Liebeswerk ist jedoch nur möglich, wenn "Du" dich ansprechen läßt, dich einsetzt und mittust. Ohne deine Mithilfe, ohne Menschen, die diese uneigennützige Liebe leben, vorleben, und dem anderen dienen, wird es ein Miteinander oder ein gutes, erfolgreiches Team nicht geben.

Ja, "Du" wirst gebraucht mit deinen Fähigkeiten und deiner Bereitschaft gemeinsam mit den anderen deine nächste Umgebung menschlicher zu gestalten. Denn nur im vertrauensvollen Miteinander und der Bereitschaft dem anderen zu dienen, kann das Leben gelingen. Denn ohne die Rücksicht auf die Rechte und Bedürfnisse des anderen und die echte Bereitschaft zu teilen, abzugeben, gleichmäßig zu verteilen, wird es einen menschlichen und friedfertigen Umgang miteinander nicht geben.

Trau dich fang bei dir an, verschenke ein Stückchen von dir, damit du überreich beschenkt werden kannst. Denn ohne dich, deinen Einsatz, deine Hilfe, ohne Menschen kann auch die Caritas nicht bestehen und helfen.

Die Caritas hilft und will auch weiter helfen, hilf "Du" der Caritas, dass die Liebe und Bereitschaft zu dienen erfahrbar bleibt, denn der menschenwürdige und friedfertige Umgang miteinander geht jeden einzelnen von uns ganz persönlich an.

Die Caritas-Konferenz der Pfarre St Maria Immaculata versucht diese dienende Liebe in die Tat umzusetzen. Unsere Sitzungen finden montags um 16:30 Uhr im Pfarrsaal von St Maria Immaculata statt.

Aktiv tätig sind 9 Frauen und 1 Mann, die bis auf einzelne Ausnahmen um die 70 Jahre alt und älter sind. Wir haben bereits seit 6 Jahren engen Kontakt zur Caritas-Konferenz der Pfarre St Dionysius. Die Vorsitzenden besuchen regelmäßig die Sitzungen beider Konferenzen. Wir machen uns jetzt auf den Weg unsere Arbeiten weiter zusammenzuführen.

Laß uns ein kleines Stück unseres Lebensweges gemeinsam gehen, beim Besuch zum Geburtstag oder Jubiläum, beim Besuch im Krankenhaus, bei den Haussammlungen im Sommer und Advent, bei der Unterstützung der Indienhilfe.

Um die Caritas-Arbeit in Borbeck-Mitte zu bewältigen und zu gestalten, brauchen wir eine schlagkräftige Truppe, die bereit ist sich einzusetzen und Zeit und Zuwendung zu schenken.

Einige jüngere Mitglieder würden uns helfen, auch die nächsten Jahre vertrauensvoll ins Auge zu fassen.

Die Caritas hilft, helfen Sie der Caritas!

Caritas geht alle an!

Sieh hin und handle!



Hier gelangen Sie zu unserem Internet-Auftritt der Caritas Essen-Borbeck-Mitte, wo Sie weitere Informationen finden. Besuchen Sie uns.


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Stand Februar 2007